SoftwareMuseum: Tetris

Retro Tetris 1989Vor 30 Jahren, am 6. Juni 1984, wurde das Computerspiel Tetris veröffentlicht, das zum absoluten Klassiker geworden ist. Das Spiel des russischen Programmierer Alexey Pajitnov (hier ein neueres Interview mit ihm) verbreitete sich so schnell, wie ansonsten nur Computerviren. Mit Klonen, Kopien und Ablegern soll es heute über 3.000 Varianten geben und natürlich kann man es heute auch online spielen: Eine monochrome Retro-Fassung gibt es bei Tetris Friends. Darunter sind natürlich inzwischen auch Versionen für Smartphones, zB. für das iPad. Weiterlesen

Zurück zu den Klassikern?

Informatikdidaktiker bin ich nicht, verfolge aber trotzdem seit Beginn die Diskussionen um geeignete Programmiersprachen für die Schule. Ein früher wichtiger Beitrag dazu war das Themenheft 3 (1983) der Zeitschrift LOG IN. Damals wurden u.a. Pascal, BASIC oder ELAN (eine spezielle Ausbildungssprache, die völlig in der Versenkung verschwunden ist) behandelt. Ernsthafter Kandidat war damals auch die listenverarbeitende Sprache Logo (als LISP- Abkömmling, Näheres unter Alles zu Logo). Eher am Rande erwähnt wurde Smalltalk als Beispiel für eine damals relative neue Art der Programmiermethodik, die objektorientierte Programmierung. Weiterlesen

Warum (k)ein Software-Museum?

nestorEs gibt jede Menge Lernprogramme,  E-Learning-Content und Lernwerkzeuge von hoher Qualität, die wir nicht mehr ansehen geschweige denn regulär einsetzen können, weil sie nur auf inzwischen veralteten Plattformen (Hardware, Betriebssystemversionen, Entwicklungsumgebungen) laufen (würden). Das ist mir wieder schmerzlich bewusst geworden beim Lesen des nestor Handbuchs zur digitalen Langzeitarchivierung. Denn eigentlich bedeutet Archivierung mehr als die dauerhafte Speicherung; sie schließt die dauerhafte Verfügbarkeit, also Benutzbarkeit, mit ein.

Der Ansatz, Systemumgebungen in Hard- und Software-Museen zu konservieren und ständig verfügbar zu halten, wird nicht ernsthaft verfolgt.

… so im Handbuch (Kap.1:4). Stimmt, ist aber schade. Ich selber versuche ja ein wenig, darauf hin zu arbeiten (vgl. meine Blog-Kategorie SoftwareMuseum). Die im Handbuch genannten Migrationsverfahren sind allerdings schwierig und aufwändig. Das weiß jeder, der mal versucht hat, Systemumgebungen mit Emulatoren lauffähig nachzubilden. [Ich kämpfe immer noch mit dem Problem, die Daten von meinen Apple II- und C 64-Disketten auf meine aktuellen Rechner zu übertragen, d.h. sie den Emulatoren überhaupt erst zuzuführen.]

Das ist übrigens keine reine Nostalgie. Ich finde es fahrlässig, dass etliche innovative und in der Praxis erfolgreiche Ideen und Produkte viel zu schnell in Vergessenheit geraten sind und deshalb schlicht durch resultierende Unkenntnis statt Neuentwicklungen nur Nachentwicklungen gemacht wurden. Eigentlich Wahnsinn, wieviel Zeit, Geld und Engagement dadurch verschwendet wurde …

History of HCI

In unserer eigenen Vortragsreihe zur Interaktivität digitaler Medien  kamen etliche Entwicklungsstationen der Mensch-Computer-Schnittstelle zur Sprache (mein eigener Beitrag dazu hieß Von Mäusen und Menschen). Nun hat Erik Duval seine Folien History of CHI bei Slideshare eingestellt. Da finden sich viele historische Bilder und Quellen zu weiterführenden Materialien. Sehr schön!

ne Fortsetzungsgeschichte

Heute, am  24. Januar, jährt sich zum 25. mal, dass Steve Jobs den Apple Macintosh der Öffentlichkeit vorstellte. Das war wirklich ein Markstein für die weitere Geschichte des  PC. Ein Video der Veranstaltung wurde vor einigen Jahren restauriert und von industrial-technology-and-witchcraft ins Netz gestellt. Sehenswert! Es gibt also zurecht derzeit jede Menge Rückblicke. Für diejenigen, die nicht wie ich sowieso Mac-Fans sind und diese Geschichte wohlwollend mitverfolgt haben, lohnen sich z.B. das Interview mit Andy Hertzfeld (einem aus dem Entwicklerteam), Larry Magids Review aus dem Jahr 1984 oder die Fotostrecke bei cnet. Bei Folklore.org, wo jede Menge Anekdoten von und über das Team der Entwickler zu finden sind, schreibt u.a. Bruce Horn, einer der Software-Entwickler, das die GUI des Apple durchaus eine eigenständige Entwicklung war.
meijneMacs

Mein kleines Apple-Museum (daraus hier mein Mac Plus, Mac SE 30 und Color Classic)  ist natürlich sehr unvollständig. Außer einer Lisa hätte ich ja schon noch gerne den Mac Portable, einen Spartacus (den 20th Anniversary Macintosh), einen Cube und sonst noch einige schöne andere Teile (wer also sowas abzugeben hätte) … allerdings müssen sie noch funktionstüchtig sein. Denn eigentlich interessiert mich noch mehr die Software, damit dann solche Klassiker wie MacPaint, HyperCard oder Stella (damals Vorbild für unsere Eigenentwicklung MODUS) noch ans Laufen zu bringen sind.

Update: Eine besonders schöne Eloge auf den Mac findet sich (zwar ein paar Tage verspätet) in Peter Glasers Glaserei. Und besonders treffend fand ich einen Satz im Jubiläums-Artikel der Süddeutschen: Ohne den Macintosh hätte es den Maßstab nicht gegeben, an dem sich die Macken von Microsofts Windows abmessen lassen.

Web-Jubiläum

Für eine eher historische Betrachtung der Interaktivität der digitalen Medien sammelt sich bei mir u.a. gerade eine kleine Liste wichtiger Daten der IT-Geschichte. Wenn ich der deutschen Wikipedia vertraue, dann ist heute vor genau 18 Jahren (Info über macnotes.de), also am 13.11.1990 die erste Website (also zusammenhängende Folge von Webseiten) von Tim Berners-Lee ins Netz gestellt worden. Weiterlesen