die Betriebssysteme von damals …

Vor 15 Jahren, genauer am 23.10.1999, erschien mit Mac OS 9 – wie wir heute wissen – das letzte große Update des klassischen Macintosh Betriebssystems. Danach kam Mac OS X. Bei mir läuft auf meinem ersten iMac noch dieses System schnell, schlank und zuverlässig. Es war eine konsequente Weiterentwicklung des klassischen Betriebssystems für den Apple Macintosh. OS 9 lebte denn auch noch eine Weile in der Classic-Umgebung unter OS X weiter. Die Entwicklung hat Computerclan in einem Video nachgezeichnet: Weiterlesen

Heiteres Begrifferaten

Fast war es schon Tradition, dass ich bei den Züricher GMW-Jahrestagungen beim Konferenz-Dinner etwas präsentiere. 2006 war es die MEDIDA-Prix Verleihung, 2010 eine Twitterlesung – zusammen mit Koni Osterwalder. Dieses mal war es eine Art Rückblick: Vom CUU zum MOOC. Weniger griffig hätte ich auch sagen können: 60 Jahre Lehren und Lernen mit digitalen Medien, aber deutlich prägnanter geht es mit Akronymen. Da es zwischen Hauptgang und Dessert nicht als schwer verdaulicher Vortrag erfolgen sollte, wurden die Anmerkungen zu einigen Entwicklungssträngen der letzten 60 Jahre deshalb mit Quizfragen garniert und zwar zu einigen Akronymen, die in diesem Zeitraum mehr oder weniger treffend und mehr oder weniger bekannt in der Szene oder sogar in der allgemeinen Öffentlichkeit für bestimmte Entwicklungen, Anwendungen oder Projekte standen. Weiterlesen

20 Jahre Web-Präsenz

Die Neukonzeption meiner Webseiten hat mich daran erinnert, dass ich mittlerweile knapp 20 Jahre im Web präsent bin. Begonnen hat es 1994 mit meiner ersten persönlichen Darstellung auf den Mitarbeiterseiten des DIFF ( Deutsches Institut für Fernstudenforschung), meiner damaligen Arbeitsstätte. Notwendig war es, weil wir in einem internationalen Fernstudienprojekt namens STIMULATE (schönes Akronym 😉 Staff Training In Media Use for Learning And TEaching) mit Online-Komponenten arbeiteten und deshalb auch selbst im Web präsent sein wollten. Das fand 2001 seine Fortsetzung am damals neugegründeten IWM, auf dessen Seiten ich bis heute – nun als Ehemaliger – zu finden bin. Weiterlesen

SoftwareMuseum: Papierkorb, Bombe und Co. – die Icons der Susan Kare

FontChicago

Systemschrift Chicago

Als der Apple Macintosh 1984 auf den Markt kam, war das Erscheinungsbild der grafischen Oberfläche des Betriebssystems und der Anwendungsprogramme von den Icons und der Systemschrift Chicago geprägt. Verantwortlich dafür war Susan Kare, die als Grafikdesignerin Mitglied des ursprünglichen Macintosh-Entwicklerteams war. Mit der Schrift Chicago und den schwarz-weißen Icons hatten die Apple-Rechner der Macintosh-Reihe jahrelang (von 1984 bis 1997) ein gleichbleibendes, charakteristisches Erscheinungsbild. Zwar wurden Icons für die Gestaltung der grafischen Benutzeroberfläche schon mit dem Xerox Star eingeführt, aber erst beim Macintosh erhielten sie ihre typische – an ein 30*30-Gitter gebundenes – Aussehen. Weiterlesen

SoftwareMuseum: Tetris

Retro Tetris 1989Vor 30 Jahren, am 6. Juni 1984, wurde das Computerspiel Tetris veröffentlicht, das zum absoluten Klassiker geworden ist. Das Spiel des russischen Programmierer Alexey Pajitnov (hier ein neueres Interview mit ihm) verbreitete sich so schnell, wie ansonsten nur Computerviren. Mit Klonen, Kopien und Ablegern soll es heute über 3.000 Varianten geben und natürlich kann man es heute auch online spielen: Eine monochrome Retro-Fassung gibt es bei Tetris Friends. Darunter sind natürlich inzwischen auch Versionen für Smartphones, zB. für das iPad. Weiterlesen

Zurück zu den Klassikern?

Informatikdidaktiker bin ich nicht, verfolge aber trotzdem seit Beginn die Diskussionen um geeignete Programmiersprachen für die Schule. Ein früher wichtiger Beitrag dazu war das Themenheft 3 (1983) der Zeitschrift LOG IN. Damals wurden u.a. Pascal, BASIC oder ELAN (eine spezielle Ausbildungssprache, die völlig in der Versenkung verschwunden ist) behandelt. Ernsthafter Kandidat war damals auch die listenverarbeitende Sprache Logo (als LISP- Abkömmling, Näheres unter Alles zu Logo). Eher am Rande erwähnt wurde Smalltalk als Beispiel für eine damals relative neue Art der Programmiermethodik, die objektorientierte Programmierung. Weiterlesen

für die Apple Fans …

In zwei Minuten 30 Jahre Apple-Geschichte aufleben lassen, dass gelingt Gary Katz mit seinem Video, in denen er Apple-Computer aus seiner Sammlung präsentiert. Duch die Zusammenstellung und das Morphing zeigt er nette Zusammenhänge des Designs der verschiedenen Computer auf.

Meine eigene Sammlung kann da leider nicht mithalten. Etliche Klassiker fehlen mir, wie der Mac Portable, der Cube oder gar eine Lisa. Nicht so leicht, an die Dinger ranzukommen, zumal ich den Anspruch habe, dass meine Museumsstücke noch funktionieren sollen und ich nur mit minimalem Geldeinsatz sammeln kann. Also wenn ihr solche Geräte übrig habt …

The Voyager Company

Ende der 80er Jahre wurde es üblich, CD-ROMs mit multimedialen, interaktiven Angeboten herauszugeben. Die Firma The Voyager Company, von Robert Stein u.a. gegründet, gehörte zu den Pionieren dieses Marktes, die eine Reihe von Klassikern dieses Genres herausgebracht hat. Dazu gehören u.a. die künstlerisch ambitionierten Projekte Xplora1 von Peter Gabriel oder Puppet Motel von Laurie Anderson.Dazu gehörten aber auch Produkte, die als Lernangebote konzipiert waren. Mein Favorit darunter ist Beethoven’s Ninth Symphony des Musikprofessors Robert Winter. Dazu gibt es ein Werbevideo, das dieses interaktive Medium besser beschreibt, als ich es mit Worten könnte:

BeethovenÜbrigens wurde diese Anwendung mit HyperCard umgesetzt, auch ein Software-Klassiker. Meinen heutigen Beitrag hat denn auch Dale Dougherty inspiriert, der in diesem Radar-Beitrag dafür plädiert, für das neue iPad eine Autorenumgebung in der Tradition von HyperCard anzubieten. Das könnte dann auch Amateuren die Chance bieten, Inhalte für dieses Tablet zu entwickeln.

Frage: Für mein SoftwareMuseum bin ich auf der Suche nach Original CD-ROMs wie die hier Erwähnten, aber auch andere aus der Frühzeit von Multimedia. Wer also sowas herumliegen hat und evtl. abgeben möchte – ich bin dankbarer Abnehmer!

At Ease – die iPhone-Oberfläche hat Vorläufer

iphoneMit dem iPhone hat eine neue Oberfläche auf Smartphones – und demnächst auch auf dem iPad und vergleichbaren Geräten – Einzug gehalten. Kennzeichnend ist die Darstellung der verfügbaren Applikationen als große Buttons. Der Aufruf der Programme erfolgt durch einfaches Antippen mit dem Finger (wie die Abbildung aus dem Benutzerhandbuch zeigt). Alle weiteren Interaktionen innerhalb des Programms sind dann abhängig von der jeweils vorgesehenen Funktionalität. Dafür sind natürlich die Finger-bedienung und die Nutzung der zahlreichen Sensoren des iPhone bestimmend.

ateaseAuch wenn diese Möglichkeiten bei älteren Computern noch nicht zur Verfügung standen, so sind Versuche, das eigentliche Betriebssystem von den Nutzern fernzuhalten und einfachste Bedienmöglichkeiten anzubieten, schon sehr alt. Ich möchte an dieser Stelle deshalb auf At Ease verweisen, eine Alternative zum üblichen Schreibtisch der Macintosh-Computer (eingeführt mit System 7.1, 1992). At Ease bietet ein einfaches bildschirmfüllendes Fenster mit zwei Kartenreitern, über die zu den Programmen bzw. den Dokumenten der Nutzer gewechselt werden kann. Der Aufruf der Programme bzw. der Dokumente erfolgt dann durch einfachen Mausklick auf die Schalter. Dasselbe gilt für die Kontrollfelder zur Systemsteuerung.

Diese Oberfläche war vor allem gedacht für die Nutzung in Klassenräumen durch Schüler oder in Kiosksystemen. Auch damals ging es also schon darum, unerfahrenen Nutzern den Zugang zu erleichtern.